Deutschland 2025: Sonnenenergie schlägt Kohle – ein Wendepunkt für die Energiewende. Wind und Sonne wurden im Jahresverlauf zur tragenden Säule der deutschen Stromversorgung.
Im Jahr 2025 hat Deutschland einen weiteren Meilenstein in der Energiewende erreicht: Erneuerbare Energien deckten einen Rekordanteil des Stromverbrauchs im Land, obwohl im ersten Halbjahr historisch schlechte Windbedingungen vorherrschten.
Die erneuerbaren Energien in Deutschland haben 2025 mit über 55 % Anteil an der Bruttostromerzeugung einen neuen Meilenstein erreicht, wobei Solar- und Windkraft erstmals gemeinsam die Stromversorgung dominierten. Trotz schwacher Windverhältnisse im ersten Halbjahr sorgte ein starker Photovoltaik-Zubau für Rekordwerte. Der Fokus verschiebt sich zunehmend auf den Speicher- und Netzausbau, um die erzeugten Energiemengen effizient zu nutzen.
Erfolge und Fakten 2025:
- Solar-Boom: Die Solarstromproduktion stieg um über 21 % und trug maßgeblich zum Wachstum bei.
- Doppelspitze: Wind und Solar überholten Kohle und Gas und bildeten das Rückgrat der Stromversorgung.
- Ausbau: Die installierte Leistung von PV-Anlagen in zehn Jahren europaweit verdreifacht.
- CO2-Reduktion: Die Emissionen aus der Stromerzeugung sanken bis 2025 deutlich um 56 % gegenüber 1990.
Deutschland hat 2025 einen historischen Meilenstein erreicht: Erneuerbare Energien produzierten mehr Strom als Kohle – und Solarenergie spielte dabei eine zentrale Rolle. Die neuesten Daten zeigen, dass im vergangenen Jahr rund 55,9 % der Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen stammten, während fossile Energieträger – vor allem Kohle – weiter zurückgingen.
Der Photovoltaik gelang eine Sensation: Solarenergie steigerte ihre Produktion um rund 21 % und erreichte etwa 87 TWh. Damit überholte sie erstmals die Braunkohle als zweitstärkste Stromquelle.
Beachtlich: ca. 71 TWh der Sonnenenergie wurde in das öffentliche Netz eingespeist, 16,9 TWh selbst verbraucht.
Der Solarboom ist ein EU-weiter Trend: 2025 betrug die Stromerzeugung aus PV-Anlagen in den EU-Ländern 275 TWh.
Damit lag sie erstmals über der Summe aus Braun- und Steinkohle (243 TWh).
In zehn Jahren hat sich die Erzeugung aus Photovoltaik verdreifacht, die Kohlestromerzeugung ging dagegen um 60 Prozent zurück.
Das ist ein massiver Erfolg der Energiewende. 2025 widerlegt, dass die Sonnenenergie nicht auf breiter Front punkten kann – auch in Deutschland: PV-Kapazitäten wuchsen, Solarstrom war zuverlässig und kosteneffizient.
Der Anteil der Erneuerbaren Energien blieb 2025 insgesamt auf Vorjahresniveau. Das lag daran, dass die Windkraft, die größte Einzelquelle mit über 130 TWh, aufgrund historisch schlechter Winderzeugung im ersten Halbjahr deutlich hinter den Erwartungen bei der Erzeugerkapazität zurückblieb (-3,2 % im Vergleich zum Vorjahr).
Biomasse und Wasserkraft
Die Biomasse produzierte ca. 41,1 TWh Strom in Deutschland (2024: 37 TWh), davon wurden 36 TWh ins Netz eingespeist und 5,1 TWh selbst verbraucht. Die Wasserkraft trug aufgrund niedriger Niederschläge nur mit ca. 17,8 TWh (2024: 22,3 TWh) zum Strommix bei.
Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen
In Summe erzeugten die erneuerbaren Energiequellen Solar, Wind, Wasser, Biomasse und Geothermie im Jahr 2025 ca. 278 TWh, wovon 256 TWh in das öffentliche Stromnetz eingespeist und 22 TWh selbst verbraucht wurden. Die Erzeugung aus erneuerbaren Energien stieg gegenüber dem Vorjahr um 6 TWh. Dennoch verfehlt die erneuerbare Nettostromerzeugung deutlich den für 2025 angestrebten Wert von 346 TWh. Hauptursache sind die Ausbauverfehlungen bei Wind onshore und offshore.
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