Asseln: Die heimlichen Helden unseres Gartens

Asseln ackern unermütlich für unser Ökosystem und sind für jeden Garten Gold wert

Hier kann man dem Ökosystem bei der Arbeit zuschauen – genauer den Asseln im Verbund mit anderen Tieren, die Pflanzreste vertilgen und zerkleinern und den Boden zu wertvollem Kompost machen. Anders als die Schnecken gehen die Asseln aber nicht an frische Pflanzteile – eine für uns wunderbare Eigenschaft.

Zugegeben einen Schönheitspreis würden Asseln nicht unbedingt gewinnen. Aber dass sich so viele Menschen vor ihnen ekeln und sie sogar töten, wenn sie auf die kleinen grauen Tiere treffen, ist grundverkehrt. Denn Asseln sind Minihelden im Einsatz für das Ökosystem und sind für jeden Garten Gold wert. Die kleinen, meist grauen Krebstiere, leben ein Leben im Verborgenen, weit weg vom Rampenlicht, und Ihr Hauptinteresse gilt dem Verzehr von abgestorbenen Pflanzen und anderem organischen Material. Klingt nach einem faulen Leben, oder? Aber nein, weit gefehlt! Asseln sind die stillen Helden unseres Gartens

Asseln, oder wie die Wissenschaftler sie gerne nennen, Isopoda, sind die Saubermänner und -frauen des Gartens. Mit ihren fleißigen Beißwerkzeugen zersetzen sie abgestorbenes Pflanzenmaterial in winzige Partikel. Warum ist das wichtig?

Die von Asseln zersetzten Materialien werden zu Humus, dem schwarzen Gold des Gartens. Dieser nährstoffreiche Boden verbessert die Bodenstruktur und fördert das Wachstum unserer Pflanzen. Da bekommt selbst der faulste Blumentopf neue Lebensenergie!

Asseln sind nicht nur Einzelgänger, sondern auch sehr gesellig. Sie haben eine symbiotische Beziehung zu anderen nützlichen Bodenbewohnern wie Regenwürmern und Pilzen. Gemeinsam bilden sie eine eingespielte Truppe, die den Boden auflockert, belüftet und nährstoffreich macht.

Ein weiterer Vorteil der Asseln:

Sie halten sich vornehm aus den Lebensräumen unserer geliebten Pflanzen heraus. Anders als viele Schädlinge, die sich wie Party-Crasher auf Blumen und Gemüsepflanzen stürzen, bevorzugen Asseln das abgestorbene Material. Sie sind sozusagen die umweltfreundlichen „Bodenputzkolonnen“, die keine Gärtnernerven strapazieren.

Asseln sind echte Überlebenskünstler. Wenn Gefahr droht, rollen sie sich blitzschnell zu kleinen Kugeln zusammen – eine Technik, die sie vor Fressfeinden schützt.

 

Wenn Ihr eurem Garten etwas Gutes tun wollt, dann lasst den kleinen Krabblern doch einfach ihren natürlichen Lebensraum. Schafft feuchte, schattige Ecken, wo sie sich wohlfühlen und ungestört ihre nützliche Arbeit verrichten können.

 

 

 

 

 

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