Das geht gar nicht: Weniger E-Auto-Käufe für 2024 befürchtet

Förderungen gestrichen - E-Auto-Absatz eingebrochen

15 Millionen E-Autos sollen bis 2030 in Deutschland fahren, hatten die Ampel-Parteien in ihrem Koalitionsvertrag festgelegt.

Wo stehen wir heute: Etwas mehr als 1,3 Millionen Elektroautos sind hierzulande zugelassen. Der Ausbau der Elektromobilität gilt als wichtiger Pfeiler zur Erreichung der Klimaziele – damit im Verkehrssektor weniger schädliches CO2 ausgestoßen wird. Der Trend zeigt in die andere Richtung.  

Die Neuzulassungen bei E-Autos fielen im November wegen der schwachen Konjunktur und der hohen Zinsen rund 22 % geringer aus als 2022.  E-Autos erzielten bis November 2023 mit fast 470.000 Neuzulassungen einen Marktanteil von 18 Prozent. Nun hat die Regierung angesichts der derzeitigen Haushaltskrise und dem nun mehr fehlenden Geld im Klima- und Transformationsfonds (KTF) im Dezember einen Stopp des Umweltbonus für den Kauf von E-Autos erlassen. Ein Elektroauto zu kaufen ist teuer, durchschnittlich kostet es in Deutschland 52.700 Euro (nach Berechnungen des Center of Automotive Management / CAM). Das Angebot in den unteren Fahrzeugklassen ist zu klein. Viele Menschen sind zudem noch skeptisch, ob sie sich ein Auto mit vollelektrischem Antrieb zulegen sollen. Dabei legte die durchschnittliche Reichweite  laut CAM um 25 auf 423 Kilometer zu. Die Ladeinfrastruktur wurde massiv ausgebaut. Auch die Ladeleistung wurde verbessert. Zugleich aber stieg das durchschnittliche Fahrzeuggewicht um 93 Kilogramm auf über 1,9 Tonnen. Die „größeren Batteriekapazitäten zögen durch den erhöhten Rohstoffbedarf höhere Preisen nach“, erklärten die Experten von CAM. Elektro-Autos wären dazu im Vergleich mit Autos mit Verbrenner-Motoren schlicht zu teuer. In der Vergangenheit hätten die Zuschüsse vom Staat dazu beigetragen, dass die Wachstumsraten bei den Neuzulassungen kontinuierlich gestiegen sind, zeigte sich der ADAC überzeugt. Für 2024 befürchtet die Unternehmensberatung Deloitte einen Einbruch beim E-Auto-Absatz in Deutschland um ein Drittel. Als Grund sieht auch sie das Ende der Kaufprämien. Besser verkauften sich im November Verbrenner-Autos: Benziner legten im Vergleich zum Vorjahr um neun Prozent zu, der Absatz von Dieselautos kletterte um rund fünf Prozent. Auch Hybridautos waren gefragt.

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Grafik von Rawpixel von Freepik

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